LED Begriffe

CRI

Der Farbwiedergabeindex (englisch: Colour Rendering Index, CRI / auf deutsch Ra) ist eine Maßzahl, die beschreibt, wie wirklichkeitsgetreu eine Lichtquelle die unterschiedlichen Farben eines Objekts wiedergibt.

Ist der CRI-Wert gering werden Farben schlecht wiedergegeben, ist der CRI-Wert jedoch hoch ist die Farbwiedergabe gut bis sehr gut.
Der maximal mögliche Wert des CRI liegt bei 100, was einer Farbwiedergabe ohne jede Verfälschung entspricht. Sonnenlicht hat einen CRI von 100.

Je höher der Wert bei dem LED-Leuchtmittel ist, desto natürlicher und für das menschliche Auge angenehmer werden die Farben wiedergeben:

Kelvin

Kelvin ist eine Maßeinheit mit der die Farbtemperatur gemessen wird und damit die Farbe einer Lichtquelle beschreibt. Gängige Leuchten haben Farbtemperaturen unter 3.500 Kelvin (Warmweiß), zwischen 3.500 und 5.000 Kelvin (Neutralweiß/Naturweiß) oder über 5.000 Kelvin (Kaltweiß).
Inzwischen gibt es auch schon Leuchten mit 2000-2200K(Ultrawarm) für beispielsweise Wirtshäuser.

Lumen

Lumen ist die Einheit des Lichtstroms und gibt die von dem Leuchtmittel tatsächlich erzeugte Lichtmenge an.

Wichtig ist es, den Lumen-Wert immer in Verbindung mit dem Abstrahlwinkel der Lampe zu sehen. Eine Leuchte mit beispielweise 600 Lumen und einem Abstrahlwinkel von 17° ist auf der angestrahlten Fläche also deutlich heller als ein eine zweite Leuchte mit 600 Lumen aber einem Abstrahlwinkel von 120°. Die dafür zu berechnende Einheit ist Lux.

Lux

Die Lumen-Angabe bei LED Lampen dienen dem Vergleich von Leuchten.

Lux kann mittels Luxmeter gemessen werden – aber auch grob mit den Angaben zu den Lampen und Leuchten errechnet werden. Dafür muss man die Lumen der Lampe, den Abstrahlwinkel und die Entfernung zur beleuchteten Fläche wissen. Dies gibt zwar nicht den genauen Wert wieder aber es ist ein guter Richtwert.

Abstrahlwinkel

Der Begriff “Abstrahlwinkel” beschreibt die winkelabhängige Lichtstärke (die in Candela gemessen wird). Im Falle gerichteter Lichtquellen meint der Abstrahlwinkel jenen Winkel, der von den seitlichen Punkten, mit der das Licht vom Leuchtmittel abstrahlt, noch mit halber Maximal-Lichtstärke eingeschlossen wird.

Der Abstrahlwinkel gibt also an, in welchem Winkel das Licht nach vorn abgestrahlt wird.

 

Lebensdauer

Die Lebensdauer (L70B50) von LED ist im Durchschnitt 25.000-50.000 Stunden. Sie kann die 50.000 Stunden aber durchaus überschreiten, da LED im Gegensatz zu anderen Lichtquellen sehr selten ausfallen. Lediglich der Lichtstrom verringert sich über die Betriebsdauer. In der Praxis sind LED während ihrer gesamten Einsatzzeit, abhängig von der jeweiligen Anwendung, praktisch wartungsfrei.

Es gibt allerdings Einflussfaktoren, die die Lebensdauer der LEDs beeinflussen:

Temperatur
Durch die Lichtproduktion entsteht Wärme, die sowohl einen Einfluss auf die Lebensdauer als auch auf den Lichtstrom der LED hat. Daher ist es erforderlich, die Wärme durch entsprechende Kühlkörper abzuleiten. Als Beispiel kann man hier die Aluprofile zur Kühlung von LED-Strips anführen. Grundsätzlich gilt: Je kühler die Leuchte, desto länger die Lebensdauer.

Mechanische Einwirkung
Auch wenn die LEDs im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln relativ unempfindlich sind, können Sie aufgrund von grobem Verhalten z.B. bei der Montage/dem Transport defekt werden.

Stromverbrauch
Jede LED kann innerhalb eines bestimmten Strombereichs betrieben werden. Je niedriger die Stromzufuhr innerhalb dieses Bereichs desto niedriger ist die Wärmeentwicklung, die einen unmittelbaren Einfluss auf die Lebensdauer hat. Hieraus ergibt sich auch die Notwendigkeit nur passende Netzteile zu verwenden, da zu hohe Werte den LED-Chip sehr stark oder komplett beschädigen können.

Feuchtigkeit
Die LED selbst ist robust, unempfindlich, vibrationsfest und bruchsicher. Bei Verwendung in Feuchtbereichen muss die LED allerdings mit einem entsprechenden Schutz versehen sein(siehe Abschnitt IP). Ebenso darf das Gehäuse nur mit nichtrostenden Materialien versehen sein.

Chemikalien
Die Lebensdauer kann ebenfalls durch Belastung der LED durch chemische Einflüsse verringert werden.  Als Beispiel sei hier ätzende Reinigungsflüssigkeit oder Chlor genannt. Die LED-Leuchten sollten daher am besten an Orten installiert werden wo sie keinen (ätzenden) chemischen Mitteln ausgesetzt sind.

Definition Lebensdauer nach DIN IEC/PAS 62 717:
Die Lebensdauer eines einzelnen LED-Moduls Lx, während der ein LED-Modul unter festgelegten Bedingungen mehr als die angegebene Prozentzahl x des Anfanglichtstroms liefert. Beispiel: L70B50 wird als die Lebensdauer verstanden, bei der der Lichtstrom größer/gleich 70 % für 50 % der Population ist.

IP

Der IP-Wert gibt den Schutz einer Leuchte gegen Flüssigkeiten und vor festen Objekten an.

Schutz vor festen Objekten:

Schutz vor Flüssigkeiten:

Leuchten direkt im Dusch- oder Badewannenbereich benötigen eine Schutzart von IP67 und widerstehen damit auch dem Eintauchen in Wasser. Über der Dusche oder Badewanne genügt auch IP65, was dem Wasserstrahl mit sanftem Druck widersteht.

Im Bereich ab ca. 60cm um die beiden Bereiche herum genügt IP44 und gewährleistet so den Spritzwasserschutz.

Auch in der Küche werden aufgrund des Wasserdampfes vom Kochen höhere IP-Werte empfohlen, da das die Lebensdauer der LEDs erhöht.

IK

Der IK beschreibt den Stoßfestigkeitsgrad einer Leuchte, hiermit wird also angegeben wieviel Schlagenergie die Leuchte aushalten kann.